Schule ohne Rassismus

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Haben Sie schon einmal erlebt, wie Mitschüler oder Mitbürger von anderen Leuten gemobbt oder gehänselt wurden, zumeist wegen nichtiger Anlässe, wegen ihrer Sprache oder ihres Aussehens? Haben Sie schon einmal gesehen, wie Mitschüler oder Mitbürger von anderen Leuten missachtet wurden wegen ihrer Kultur oder ihrer Religion und sie deshalb bedrohten, mit Worten oder gar mit körperlicher Gewalt? Oder waren Sie selbst schon einmal Opfer von Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt?

Keine angenehme Situation oder akzeptable Vorstellung, nicht wahr?

Genau deshalb haben es sich die Schüler/Innen, Mitarbeiter/innen und Lehrer/Innen der SDS seit 2014 zur dauerhaften Aufgabe und Verpflichtung gemacht, aktiv Toleranz, Verständnis und Akzeptanz gegenüber allen Mitmenschen, gleich welcher Herkunft, zu üben und zu fördern sowie aktiv gegen Gewalt und Diskriminierung einzuschreiten.

Schule ohne Rassismus – Was ist das?

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC) ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen. Es wird als aktuelles Projekt von Aktion Courage e.V. unterstützt. Der Verein fordert und fördert die gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitbestimmung von Menschen (insbesondere) nichtdeutscher Herkunft. Eine Vielzahl von Ministerien, Ämtern, Behörden sowie Gewerkschaften sind Sponsoren dieses Vorhabens.

Für mehr Informationen siehe http://www.schule-ohne-rassismus.org/faq.html

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Was machen wir konkret?

SOR-SMC konkretisiert sich in der Verpflichtung, jährlich mindestens eine Aktion in dem o. g. Sinn zu planen und durchzuführen, um Gewalt und Diskriminierung entgegenzutreten oder Benachteiligten zu helfen.

Bisher führten SchülerInnen und Lehrkräfte an der SDS diese Projekte durch:

Fußballturnier mit einer Spende in Höhe von 650 EUR für syrische Gewalt- und Flüchtlingsopfer; Filmprojekt „Blut muss fließen“ (Aufklärung zur rechtsradikalen Szene); Zeitzeugengespräch mit Frau Shafran; „Wir zeigen dem Rassismus die bunte Karte“ – ein Fußballprojekt mit dem SVWW (Spendeneinnahmen von 500 Euro für geflüchtete Jugendliche); Weihnachtspäckchen-Aktion für geflüchtete Kinder und Erwachsene („Bescherung im neuen Land“ – Erstaufnahmeeinrichtung in Wiesbaden); Patenschaft für einen Stolperstein in Wiesbaden; Schulrallye für neu angekommene SchülerInnen aus nicht-deutschen Ländern; Lesung mit Emanuel Mbolela (Buchbesprechung über seine vier Jahre dauernde Flucht aus dem Kongo nach den Niederlanden); Workshop-Reihe XDream „Der Islam und ich“ (Fortbildung für Lehrkräfte); Teilnahme an den Landestreffen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“; Teilnahme von Klassen an Ausstellungen zum Thema Rassismus und Antisemitismus; Leseprojekt zur deutschen Sprachförderung in den InteA-Klassen (Bezug der Kruschel-Zeitung vom Wiesbadener Kurier mit freundlicher Unterstützung der Wiesbadener Volksbank); Teilnahme am Lauf gegen Rassismus

Was bedeutet SOR-SMC für Sie?

SOR-SMC ist mehr als ein Projekt, das man in einem bestimmten Zeitraum abwickelt. Es stellt vielmehr darauf ab, die eigene Sensibilität für den Stellenwert dieser Initiative zu erhöhen. Dies hat zu tun mit

  • Achtung vor den Anderen und vor dem Anderen,
  • Toleranz gegenüber Mitmenschen üben, so wie man sie auch von ihnen erwartet,
  • Neugier, Neues zu erkunden und Neues zu verstehen,
  • Wachsamkeit und Mut, nicht weg zu sehen, die eigene Stimme zu erheben, wenn Mitmenschen zu Opfern gemacht werden,

und soll schließlich eigenes Verhalten bewusst machen sowie zu aktiver Veränderung des persönlichen Handelns und zur Übernahme von Verantwortung für andere anregen.

Deshalb geht SOR-SMC beim Verlassen des Schulhofs oder nach Beendigung eines Projekts weiter.

Über Ihre Teilnahme und Anregungen zum Projekt SOR-SMC freuen wir uns sehr; sprechen oder schreiben Sie uns einfach an!

Sie erreichen uns unter der E-Mailadresse sor@sds-wiesbaden.de!

Benötigen Sie Hilfe?

Dann schreiben Sie uns an folgende E-Mailadresse:

SoR-help@sds-wiesbaden.de

Betreuende Lehrkräfte:

Simone Breitsch, Johannes Fey, Susanne Vögtler

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