Arbeitsspeicher voll – Arbeitsplatz leer

SDS-Azubis besuchen IHK Bildungsmesse im RheinMain CongressCenter

Wer hat sie noch nicht gehört? Die Klagen über den drohenden Fachkräfteengpass, der resultieren­den Bedrohung der Wachstums- und Wohlstandschancen, die mangelhafte Digitalisierung unserer Infrastruktur und Arbeitsprozesse. Man sollte meinen, dass sich die Ressourcenknappheit von selbst erledigt, von selbst reguliert, zumindest im Bereich der so dringend benötigten Fachkräfte.

Während sich ein unterdimensionierter Arbeitsspeicher problemlos vergrößern lässt, gelingt das bei der Besetzung von Arbeitsplätzen mit IT-Fachleuten nicht so leicht.

Das war auch der Befund auf der IHK-Bildungsmesse am 25. und 26. Mai. Der Vortrag von Kollegin Juliane Müller-Zenz, Fachbereichskonferenzleiterin IT und Birgit Schulze, Personalreferentin bei der TIM AG, einem Anbieter von Storage- und Data-Center-Lösungen, fand leider nur recht wenig Interessenten, obwohl die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann/-frau erhebliche Perspektiven und Vielfältigkeit bietet:

Dieser Beruf steht an der Schnittstelle zwischen klassischen kaufmännischen Aufgaben und „Hard Core“-IT und bildet in beiden Bereichen aus. Die Beratung von Kunden wird ebenso vermittelt, wie die Planung, Beschaffung und Konfiguration von Computersystemen, Softwarelösungen oder Telefonanlagen. In den kaufmännischen Teil fällt die methodische, technische und organisatorische Projektleitung, die Angebotskalkulation und –erstellung sowie die Finanzierung von Beschaffungsvorhaben. Während der Ausbildung zum IT-Systemkaufmann/-frau lernt man die IT-Pro­dukte des Ausbildungsbetriebs kennen ebenso wie die kaufmännischen Tätigkeiten.

Kurz: Ein Beruf mit Zukunft, mit Perspektive und Abwechslung. Sicher auch eine attraktive Anschlussalternative für unsere HH- und FOS Schülerinnen und Schüler: Wer genervte Nutzer von vollen Arbeitsspeichern befreien und einen leeren Arbeitsplatz künftig besetzen möchte, ist hier genau richtig.

Der Dank geht an Juliane Müller-Zenz für Ihr Engagement.

(Petra Hilbert)

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