Klondike – Goldrausch 2017

Klasse 11 BAL2 besucht Deutsche Bundesbank

So schwer, wie ab 1896 die Goldwäscher am Klondike River, hatten es die Schülerinnen und Schüler (SuS) der 11 BAL 2 nicht, als sie am 24.05.2017 bei ihrer Abschlussexkursion die Deutsche Bundes­bank und das angeschlossene Geldmuseum besuchten und dort mit einem 12 kg Goldklumpen fündig wurden. Der Wert von rund 440.000 Euro, so viel kostet etwa ein Einfamilienhaus, konnte tatsächlich in den eigenen Händen gehalten werden. Verglichen mit den weltweiten Goldreserven der Bundesbank von circa 3.380 t (3.380.000 kg) – neben weiteren Devisen und Sorten – war es dann doch nur ein klitzekleiner Nugget.

Und damit sind wir an der Kernfrage des Besuchs in Frankfurt, der von Klassenlehrerin Dr. Anja Hamm-Beckmann initiiert und organisiert wurde, angelangt: Welche Aufgaben hat die Deutsche Bundesbank (BBk) und wie sind diese zu den Aufgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) abge­grenzt?

Exklusivvortrag. Frau Sarah Bartlick vom Referat für „Ökonomische Bildung“ gab in einem dialog- orientierten Vortrag über 90 Minuten Einblick in die Zuständigkeiten der BBk: Bargeldversorgung, Stabilisierung des Finanz- und Währungssystems, Sicherung der Stabilität des Preisniveaus, Banken­aufsicht sowie Betrieb und Überwachung der bargeldlosen Zahlungsverkehrssysteme. Gemäß §3 BBankG ist die „Deutsche Bundesbank (…) als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland integraler Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken. Sie wirkt an der Erfüllung seiner Aufgaben (…) mit (…).“ Spannend war aber auch die Schilderung über Organisation und Sicherheits­maßnahmen bei der Rückverlagerung von Goldbeständen aus New York, Paris und London nach Frankfurt sowie das „Touch & Feel“ von „echtem“ Falschgeld, dessen Umlaufmenge seit Einführung der neuen 5-, 10-, 20- und 50-Euro-Noten wegen umfangreicher Sicherheitsmerkmale stark rückläufig ist. Abschließendes Highlight für die SuS war die Vorstellung der Aus- und Fortbil­dungsmöglichkeiten bei der Bundesbank, die für manchen Teilnehmer eine attraktive Berufsperspek­tive skizzierte.

Positive Resonanz. Den Besuch bei der BBk fanden alle Teilnehmenden sehr informativ, insbeson­dere war „der Vortrag sehr beeindruckend“, so Christine Krause, „erklärte er doch gut die Geldpolitik der EZB und BBk. Durch unseren Unterricht in der Schule konnten wir sogar mitreden“, wie Alexan­der Marinkovic´ fand und Rebecca Cumura ergänzte, dass man „viel Input zu den Aufgaben und Me­thoden der BBk“ erhielt. Ähnlich Marc Maciollek, der hervorhob: „Der Vortrag passte perfekt zu den Unterrichtsinhalten, exakt zum Unterrichtsthema Geld und Geldpolitik.“ Dass es mal zu Zeiten der Hyperinflation „der Reichsmark in den zwanziger Jahren billiger war, mit Geld zu spielen statt Spielzeug zu kaufen oder mit Geld zu heizen, statt Brennstoffe zu kaufen“, fand Caroline Schummer sehr beeindruckend. „Auf der Zeitreise durch das Geld- und Bankensystem“, so Nicolas Kemmer, hat „insbesondere der 12 kg schwere Goldbarren beein­druckt“, wie zum Beispiel Madlen Abdulmasih, Bianca Melautra, Stefan Schreiner und Denis Harbas unisono feststellten. Für die meisten SuS waren die „Informationen zum Studium bei der BBk interessant und vorher nicht bekannt“, wie Rebecca Cumura anmerkte, während Farida Kurbani ebenfalls „inte­ressante berufliche Möglichkeiten“ sah, aber den „Aufwand im Verhältnis zum späteren Verdienst“ kritisierte.

„Der Besuch ist jeder anderen Klasse zu empfehlen“ war nicht nur die Meinung von Yannik Fülwel und Olga Nehring.

Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern der Klasse 11 BAL2 für ihre beruflichen Ambitionen eine goldene Zukunft, die sie nicht zuletzt mit dem Gelernten erreichen können. Ein herzlicher Dank gilt Dr. Anja Hamm-Beckmann für die Organisation und Durchführung dieser tollen Abschlussex­kursion.

(Petra Hilbert)

Kommentare sind geschlossen