Nach 250 Jahren an der SDS in Pension

Feierliche Verabschiedung von zehn Kolleginnen und Kollegen

250 Jahre an der Schulze-Delitzsch-Schule. So viele Jahre haben fünf Kolleginnen und fünf Kollegen insgesamt an unserer Schule gearbeitet, unterrichtet, gemanagt, geleitet, sich Projekten gewidmet, Schülerinnen und Schüler unterstützt, Referendarinnen und Referendare ausgebildet, anderen Kolle­ginnen und Kollegen geholfen, im Team und einzeln unsere Schule vorwärts gebracht. Und jetzt, zum Ende dieses Schuljahrs gehen sie in den hoch verdienten Ruhestand, in der persönlichen Rückschau mit ein wenig Stolz und ein wenig Wehmut, in der Vorausschau mit viel Freude und viel Neugier.

Wie verabschiedet man so viel Erfahrung, Leistung, so wertvolle Kolleginnen und Kollegen mit ihren großen fachlichen und menschlichen Qualitäten en bloc? Sicher nicht ohne Dankbarkeit und Aner­kennung für alle ihre Leistungen. Die Verabschiedung am 29.06.2017 in einer Akademischen Feier ab 10.30 Uhr war deshalb ein angemessener Rahmen.

Zum feierlichen Auftakt spielte Jenny Schumann, Schülerin der 10VSb mit der Querflöte „Sonata in F-Dur“ von Jean-Baptiste Loeilett.

Anschließend begann Schulleiter Rainer Strack seine Festrede vor dem gesamten Kollegium mit den Worten: „Die Pensionswelle bringt Veränderungen für die Schule mit sich, weil die Quantität und Qualität der Arbeit derjenigen, die in Ruhestand gehen, nicht zu ersetzen ist.“ An die scheidenden Kolleginnen und Kollegen gerichtet fuhr er fort: „Danke für die großartigen Leistungen, die sie erb­racht haben! Sie haben hervorragende Arbeit im Unterricht erbracht und stets im Sinne der Schule und ihrer Schülerinnen und Schüler gehandelt und gedacht.“ Ihm sei schnell klar geworden, dass das, was er sagen würde, „dem Einsatz und der geleisteten Arbeit der Ruheständler nicht gerecht werden kann.“

Jede(r) einzelne Neupensionär(in) wurde sodann von Strack und von den jeweiligen Fachbereichen mit persönlichen Worten verabschiedet und sie erhielten zusammen mit der Entlassungsurkunde ein Buchpräsent und eine Flasche Rheingauer Riesling Sekt.

Liane Becker, die auf 30 Jahre im FB Banken und Versicherungen mit Freude zurückblickt, freut sich auf Urlaube endlich auch außerhalb der Ferien. Sehr geschätzt war ihre stets perfekte Arbeitsweise und Verlässlichkeit.

Peter Bingel, kein Mann der großen Worte aber der großen Taten hat mit viel Kompetenz, Engage­ment und Loyalität als Lehrkraft und in der Schulleitung gewirkt und immer einen fairen Umgang mit anderen gepflegt.

Magdalena Coridaß, seit 32 Jahren an der FOS, im FB Büromanagement und FSW, legte stets Wert auf Motivation und Mediation, u.a. in der Gruppe SPRINT. Sie hat stets dafür gesorgt, dass Menschen besser miteinander umgehen und freut sich nun auf mehr Zeit für ihre Ehrenämter und Familie.

Jürgen Drieschmanns, seit 38 Jahren Kollege und in der Schulleitung, war immer mit größter Hingabe der Nachhaltigkeit von Erziehung, Projekten und Umwelt verpflichtet; war Urheber vieler Initiativen u.a. zur Schulentwicklung, Umwelt- und Gesundheitsbildung und arbeitete dabei stets motivierend und teamorientiert. „Unsere Schule wäre ohne ihn ärmer gewesen“ sagte Strack. Drieschmanns freut sich auf Reisen und Kultur und über eine entspannte Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern.

Joachim Luft-Schamschula, der auf 32 Jahre im FB Banken und Steuern sowie FOS zurückblickt, wird wegen seiner Art, zuzuhören und abzuwägen, als sehr geschätzter Kollege und Diskussionspartner künftig vermisst. Er sieht vielen Reisen und entspannten Zeiten im Häuschen im Hunsrück entgegen.

Rita Thies unterstützte die SDS zwei Jahre im Fach Deutsch. Die Schuldezernentin a.D. hatte u.a. das Projekt „Lernort Kino“ mit initiiert.

Doris Wittmann war 16 Jahre an der FOS und der Berufsfachschule für Bürowirtschaft und unter­stützte ProBio kräftig. Sie hatte stets Freude am Erfolg ihrer SuS und bei der Zusammenarbeit mit dem Kollegium. Auf dem Plan steht die Betreuung des Vaters und die Reaktivierung von Hobbies.

Heinz Jürgen Zimmer vom FB Industrie war stets ein exzellenter Lehrer und ein sehr interessanter und humorvoller Gesprächspartner. Vielleicht wird er zukünftig viel intensiver seinem Hobby, der Jazzmusik, nachgehen.

Dagmar Becker und Wolfgang Stork waren nicht anwesend. Sie werden ihre Urkunden am Freitag erhalten. Der Dank an die beiden ist genauso groß, auch wenn sie heute nicht dabei sein konnten.

Nach dem formalen Teil trug Jenny Schumann „Allegretto“ von Wolfgang Amadeus Mozart vor und die SDS-Singers um Sandra Haberkorn rockten die Bühne und das Kollegium mit selbst getexteten Stücken zu den Melodien von „Champs-Elysée“, „Que Sera, Sera“, „Das kann uns keiner nehmen“ und „Sweet about me“.

Auch das Wetter spielte für die Neupensionäre. In einer Regenpause konnten sie ihren persönlichen Namensballon entschweben lassen zu neuen Zielen: 250 Jahre adieu aber nicht perdu!

Mit einem Sektempfang fand die Abschiedsveranstaltung einen prickelnden, spritzigen und kommu­nikativen Ausklang.

Eine großartige Feier für großartige Kolleginnen und Kollegen. Im Namen des gesamten Kollegiums wünschen wir alles Gute und sagen vielen Dank!

(Petra Hilbert)

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